Intervallfasten 1/0 2: Jeden zweiten Tag essen

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Intervallfasten 1/0 2 ist eine fortgeschrittene Intervallfasten-Methode, bei der man nur jeden zweiten Tag isst.

Nur jeden zweiten Tag essen? Du hast recht: Intervallfasten 1/0 2 ist nicht leicht und selbst für Menschen mit viel Fastenerfahrung eine Herausforderung.

Dadurch ist Intervallfasten 1/0 2 allerdings auch effektiver als andere Methoden. Was sind die konkreten Vorteile von Intervallfasten 1/0 2? Und gibt es auch Nachteile? Dies alles erfährst Du in diesem Artikel.

Wie funktioniert Intervallfasten 1/0 2?

Beim Intervallfasten 1/0 2 isst man jeden 2.Tag

Beim Intervallfasten 1/0 2 isst man jeden zweiten Tag. Wie kommt man auf den Namen 1/0 2? Die 1 steht für einen Tag essen, die 0 steht für einen Tag fasten in 2 Tagen. Zugegeben ein ziemlich komplizierter Begriff. Intervallfasten 1/0 2 ist auch als jeden 2. Tag essen, 1:1 Fasten oder alternierendes Fasten bekannt. Alternierendes Fasten ist an den englischen Begriff alternate-day-fasting (ADF) angelehnt.

Jeden 2. Tag essen beschreibt wohl am besten, worum es bei dieser Intervallfasten-Methode geht. Du isst einen Tag normal, am nächsten fastest du, dann isst Du wieder normal, usw.

Wenn Du vom Abendessen des einen Tages bis zum Frühstück des übernächsten Tages fastest, kommst Du auf ca. 36 Fastenstunden. Also z. B. von 20 Uhr bis 8 Uhr am übernächsten Tag. Du kannst an dem Essenstag auch nur zwei Mahlzeiten zu Dir nehmen, dann kommst Du leicht auf 42 Fastenstunden. Also z. B. von 20 Uhr am einen Tag bis 14 Uhr am übernächsten Tag.

An den Fastentagen solltest Du nur kalorienfreie Getränke wie Wasser, Tee und schwarzen Kaffee zu Dir nehmen.

Manche Menschen verfolgen auch eine leicht abgewandelte Form, bei der man an den Fastentagen einige Kalorien zu sich nimmt (ca. 500 – 600 kcal).

Intervallfasten 1/0 2 Wirkung

Da Intervallfasten 1/0 2 zu den fortgeschrittenen Methoden gehört, ist sie auch effektiver als andere Methoden.

Wie andere Intervallfastenmethoden ist Intervallfasten 1/0 2 eine sehr effektive Methode, um Insulinresistenz entgegenzuwirken. Dadurch, dass der Insulinspiegel so lange Zeit niedrig ist, reagieren die Zellen wieder besser auf Insulin.

Außerdem werden beim Fasten zwei wichtige Prozesse stimuliert, die für die gesundheitlichen Vorteile von Intervallfasten verantwortlich sind: die Autophagie und die Ketose. Da man beim Intervallfasten 1/0 2 relativ lange fastet, werden diese beiden Prozesse effektiver stimuliert als bei Methoden mit kürzeren Fastenzeiten.

Autophagie – lebenswichtiger Recyclingprozess und Jungbrunnen

Bei der Autophagie handelt es sich um einen Recyclingprozess, der für die Gesundheit von außerordentlicher Bedeutung ist. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Autophagie zu stimulieren, aber Fasten ist mit Abstand die Effektivste.​1​ Warum? Der Körper muss recyceln, wenn ihm die Ressourcen ausgehen. Genau das passiert beim Fasten.

Es ist nicht gut untersucht, nach wie vielen Fastenstunden beim Menschen die Autophagie beginnt. Außerdem hängt dies von vielen Faktoren ab: Was und wie viel Du zuletzt gegessen hast, körperliche Aktivität, Alter und Stoffwechselzustand.

In einer Studie waren Autophagie-Marker nach 18 Stunden nachweisbar.​2​ Dies ist also ein Anhaltspunkt. Und man weiß, dass die Autophagie stärker stimuliert wird, je länger man fastet. Denn je länger Du fastest, desto weniger Ressourcen hat der Körper und desto mehr muss er recyceln. Logisch. Da Du beim Intervallfasten 1/0 2 mindestens 36 Stunden fastest, wird die Autophagie mit hoher Wahrscheinlichkeit stimuliert.

Ketose: Der Fettstoffwechsel läuft auf Hochtouren

Der Körper hat zwei Hauptenergiequellen: Fett und Kohlenhydrate. Die Kohlenhydratspeicher sind sehr klein: Sie fassen ca. 2.000 kcal. Das entspricht in etwa einen Tagesbedarf. Wenn Du länger als einen Tag (24 Stunden) fastest, werden also die Kohlenhydratspeicher geleert und der Körper muss an die Fettreserven gehen. Die Fettreserven sind schier unendlich. Selbst sehr schlanke Menschen können mindestens für ein paar Wochen ohne Essen überleben.

Es gibt jedoch ein Problem: Nicht jedes Organ kann Fett als Energie nutzen. Zum Beispiel unser Gehirn. Unser Gehirn muss aber rund um die Uhr mit Energie versorgt werden. Das ist überlebenswichtig.

Wie überstehen wir dann unbeschadet eine längere Fastenphase? Die Antwort lautet: mit der Hilfe von Ketonkörpern.​3​

Wenn Kohlenhydrate knapp werden, fängt der Körper an, aus Fett Ketonkörper zu bilden. Diese kann auch das Gehirn als Energiequelle nutzen.​4​ Das Gehirn liebt sie sogar. Ketonkörper sind dafür verantwortlich, dass Fastende mentale Klarheit erleben und sich viel besser konzentrieren können als sonst.

Ketonkörper bringen noch viele weitere Vorteile mit sich. Sie wirken entzündungshemmend und stimulieren Wachstumshormone, was Muskelabbau entgegenwirkt.​5​

Man muss nicht ständig in Ketose sein, aber regelmäßig in die Ketose zu kommen, ist durchaus sinnvoll. Denn es fördert die sogenannte metabolische Flexibilität: die Fähigkeit, sowohl Kohlenhydrate als auch Fett als Energiequelle zu nutzen. Metabolisch flexibel zu sein, fördert die Stoffwechselgesundheit und wirkt Insulinresistenz entgegen.​6​

Mit Intervallfasten 1/0 2 kommst Du regelmäßig in die Ketose, was die metabolische Flexibilität fördert. Allerdings ist Intervallfasten 1/0 2 in dieser Hinsicht auch nicht ideal. Denn Du bist immer nur kurz in Ketose und erreichst keine tiefe Ketose, da dann schon bald das Fasten wieder gebrochen wird.

Abnehmen mit Intervallfasten 1/0 2

Intervallfasten 1/0 2 eignet sich sehr gut zum Abnehmen (auch ohne Kalorienzählen). Durch die lange Fastenzeit hat der Körper viel Zeit, auf Energiereserven zuzugreifen und diese abzubauen. Außerdem ist es schwer, den Kalorienbedarf zu decken, wenn man nur jeden zweiten Tag isst. Man isst also automatisch im Kaloriendefizit.

Ich höre immer wieder, dass Leute, die nur jeden zweiten Tag essen, sich an den Essenstagen überessen. Ich weiß nicht, wo diese Information herkommt, aber sie ist definitiv nicht korrekt. Und dadurch, dass man sie oft genug wiederholt, wird sie nicht wahr. Sämtliche Intervallfastenstudien, an denen die Probanden an den Essenstagen so viel essen können, wie sie möchten, nehmen deutlich weniger zu sich als ohne Intervallfasten.

Hier ein paar Beispiele:

  • Die Probanden haben innerhalb von 4 Wochen 3,5 kg abgenommen. Im Schnitt hatten sie ein tägliches Kaloriendefizit von 37 %.​7​
  • In dieser Studie haben die Probanden nach 8 Wochen 3,7 kg abgenommen. Sie haben im Schnitt täglich 677 kcal weniger gegessen.​8​*
  • In einer weiteren Studie haben die Teilnehmer innerhalb von 8 Wochen 5,6 kg Gewicht verloren.​9​*
  • Die Teilnehmer haben innerhalb von 8 Wochen 8,3 kg verloren. Sie waren im Schnitt täglich 1.178 kcal im Defizit.​10​
  • In dieser Studie haben die Probanden nach 12 Wochen 5,2 kg abgenommen.​11​*
  • In einer weiteren Studie verloren die Teilnehmer innerhalb von 12 Wochen 3 kg Gewicht.​12​*

Wie Du siehst, ist es sehr individuell, wie viel Gewicht man mit Intervallfasten 1/0 2 verliert. Denn das hängt von vielen Faktoren ab: Alter, Geschlecht, körperliche Aktivität, was man isst, Grad der Insulinresistenz usw.

*in diesen Studien haben die Teilnehmer an den Fastentagen 25 % des Kalorienbedarfs zu sich genommen.

Abnehmen ohne Jo-Jo-Effekt

Es gibt eine äußerst interessante Intervallfasten 1/0 2 Studie, die ich gerne mit Euch teilen möchte.

In der Studie wurden die Probanden in zwei Gruppen aufgeteilt:

  1. Diese Gruppe hat nicht gefastet und für 8 Wochen täglich 400 kcal unter dem errechneten Kalorienbedarf zu sich genommen.
  2. Diese Gruppe hat jeden zweiten Tag gegessen. An den Essenstagen konnten die Probanden so viel essen, wie sie wollten. An den Fastentagen haben sie nur kalorienfreie Getränke getrunken.

Das Ergebnis: beide Gruppen verloren gleich viel Gewicht. Nach 24 Wochen wurden die Probanden noch einmal untersucht. Beide Gruppen hatten wieder Gewicht zugelegt. Und wieder ohne signifikanten Unterschied.

So eine Enttäuschung! Oder doch nicht?

Wenn man sich die Daten näher ansieht, sieht man, dass es doch einen sehr bedeutenden Unterschied gibt. Und zwar hat die kalorienreduzierte Gruppe gleichermaßen Fett und Muskelmasse zugelegt. Die Intervallfastengruppe hatte jedoch nur fettfreie Masse (hauptsächlich Muskeln) zugelegt. Sie hatte kein Fett zugelegt, sondern sogar noch etwas verloren!​10​

Erstaunlich, oder? Die Studie lässt also vermuten, dass der klassische Jo-Jo-Effekt beim Fasten nicht auftritt. Und sie verdeutlicht auch noch mal, dass man genau hinsehen sollte und sich nicht auf die Zahl auf der Waage verlassen sollte. Deswegen sollte man bei Intervallfasten auch immer den Umfang messen. Oder zumindest darauf achten, wie die Klamotten sitzen.

Intervallfasten 1/0 2 Nachteile

Auch wenn man mit Intervallfasten 1/0 2 viel erreichen kann, bin ich persönlich kein großer Fan dieser Methode. Zunächst einmal ist Intervallfasten 1/0 2 sehr schwer durchzuführen. Auch wenn Du bereits einiges an Fastenerfahrung hast. Selbst mehrtägiges Fasten fällt im Vergleich deutlich leichter.

Warum ist Intervallfasten 1/0 2 eine so große Herausforderung?

Das Problem ist, dass Dein Körper sich ständig umstellen muss. Kaum ist er in Ketose und hat sich ans Fasten gewöhnt, steht die nächste Mahlzeit an. Und nach 2-3 Mahlzeiten fängt schon wieder die nächste Fastenzeit an.

Nach ca. 24 Stunden neigen sich die Glykogenspeicher stark dem Ende zu. Das ist der Zeitpunkt, an dem Fasten zur Herausforderung wird. Denn der Körper muss von Kohlenhydrat- auf Fettstoffwechsel umschalten. Wenn er das nicht gewohnt ist, fällt das sehr schwer.

Gefahr, Muskelmasse einzubüßen

Aber Hunger ist hier nicht das einzige Problem: Denn wenn der Übergang vom Kohlenhydrat- auf den Fettstoffwechsel nicht reibungslos klappt, fehlt dem Körper eine Energiequelle. Und dann?

Dann bleibt dem Körper nichts anderes übrig, als wertvolles Eiweiß abzubauen. Der gefürchtete Muskelabbau beim Fasten. Nein, nicht nur Muskeln bestehen aus Eiweiß. Aber gerade die möchten wir nicht einbüßen. Und genau die Gefahr besteht beim Intervallfasten 1/0 2.

Wenn Du für mehrere Tage fastest, hast Du zwar auch den Übergang vom Kohlenhydrat- zum Fettstoffwechsel. Aber wenn Du einmal in Ketose bist, bleibst Du eine Weile in diesem Stoffwechselzustand und die Ketose wird weiter vertieft. Deswegen fällt das Fasten mit zunehmender Fastendauer immer leichter. Diesen Punkt erreichst Du beim Intervallfasten 1/0 2 aber leider nicht. Jeden zweiten Tag musst Du erneut diese große Herausforderung meistern. Sicherlich wird es Dir nach einer Zeit leichter fallen, aber das kann eine ganze Weile dauern. Bei Intervallfasten-Methoden, bei denen mal mehr als 24 Stunden fastet, ist also die Gefahr groß, Muskelmasse einzubüßen.​13​ Dazu gehört neben dem Intervallfasten 1/0 2 noch die 5:2-Methode, bei der man an zwei Tagen in der Woche fastet.

Die oben genannte Studie lässt jedoch vermuten, dass man die Muskeln auch leichter wieder aufbauen kann als nach einer kalorienreduzierten Diät. Dies ist wahrscheinlich auf Wachstumshormone zurückzuführen, die durch Fasten stimuliert werden.

Trotzdem: Falls Du Dich für eine dieser Methoden entscheidest, solltest Du Dir dieser Gefahr bewusst sein. Natürlich gibt es auch Möglichkeiten, dem Muskelabbau entgegenzuwirken. Zum Beispiel durch regelmäßigen Kraftsport.

Was solltest Du beim Intervallfasten 1/0 2 essen?

Wie bei anderen Intervallfasten Methoden kannst Du beim 1/0 2 Fasten im Prinzip ganz normal essen. Du musst allerdings bedenken, dass Du immer noch den gleichen Nährstoffbedarf hast, aber bei dieser Methode deutlich weniger isst. Das heißt, Du musst Deinen Bedarf an essentiellen Nährstoffen wie Vitaminen, Mineralien und Eiweiß mit weniger Nahrung decken. Deswegen solltest Du auf eine nährstoffreiche Ernährung achten, wenn Du 1/02 Intervallfasten betreibst. Da bleibt nicht viel Raum für Brot, Nudeln und Süßigkeiten.

Hier findest Du nährstoffreiche Rezepte, die gut zum Intervallfasten geeignet sind:



Ich habe auch einen 1/0 2 Intervallfastenplan für Dich mit Rezepten für 2 Wochen:


Fazit: Intervallfasten 1/0 2 ist nur bedingt zu empfehlen

Intervallfasten 1/0 2 ist eine fortgeschrittene Intervallfastenmethode, die in vielerlei Hinsicht sehr effektiv ist. Sie ist besser zum Abnehmen geeignet als Methoden mit kürzeren Fastenzeiten. Außerdem kann Intervallfasten 1/0 2 effektiv die Autophagie und die Ketose stimulieren, was viele gesundheitliche Vorteile mit sich bringt.

Dennoch bin ich kein großer Fan von Intervallfasten 1/0 2. Zum einen, weil es unglaublich schwerfällt. Meiner Meinung nach ist es wichtig, eine Methode zu finden, die auf Dauer mühelos umsetzbar ist. Außerdem besteht hier die Gefahr, wertvolle Muskelmasse zu verlieren (auch wenn man diese vermutlich im Nachhinein leicht wieder aufbauen kann).

Bist Du Dir nicht sicher, welche Intervallfasten-Methode für Dich geeignet ist? In einem separaten Artikel findest Du eine Beschreibung der 9 gängigsten Methoden samt ihren Vor- und Nachteilen.

Hier kommst Du zu den 9 Intervallfasten-Methoden.

Quellen

  1. 1.
    Glick D, Barth S, Macleod KF. Autophagy: cellular and molecular mechanisms. J Pathol. Published online February 3, 2010:3-12. doi:10.1002/path.2697
  2. 2.
    Jamshed H, Beyl R, Della Manna D, Yang E, Ravussin E, Peterson C. Early Time-Restricted Feeding Improves 24-Hour Glucose Levels and Affects Markers of the Circadian Clock, Aging, and Autophagy in Humans. Nutrients. Published online May 30, 2019:1234. doi:10.3390/nu11061234
  3. 3.
    Foster DW. Studies in the Ketosis of Fasting*. J Clin Invest. Published online August 1, 1967:1283-1296. doi:10.1172/jci105621
  4. 4.
    LaManna JC, Salem N, Puchowicz M, et al. Ketones Suppress Brain Glucose Consumption. Advances in Experimental Medicine and Biology.:301-306. doi:10.1007/978-0-387-85998-9_45
  5. 5.
    Youm YH, Nguyen KY, Grant RW, et al. The ketone metabolite β-hydroxybutyrate blocks NLRP3 inflammasome–mediated inflammatory disease. Nat Med. Published online February 16, 2015:263-269. doi:10.1038/nm.3804
  6. 6.
    Galgani JE, Moro C, Ravussin E. Metabolic flexibility and insulin resistance. American Journal of Physiology-Endocrinology and Metabolism. Published online November 2008:E1009-E1017. doi:10.1152/ajpendo.90558.2008
  7. 7.
    Stekovic S, Hofer SJ, Tripolt N, et al. Alternate Day Fasting Improves Physiological and Molecular Markers of Aging in Healthy, Non-obese Humans. Cell Metabolism. Published online September 2019:462-476.e6. doi:10.1016/j.cmet.2019.07.016
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    Cho AR, Moon JY, Kim S, et al. Effects of alternate day fasting and exercise on cholesterol metabolism in overweight or obese adults: A pilot randomized controlled trial. Metabolism. Published online April 2019:52-60. doi:10.1016/j.metabol.2019.01.002
  9. 9.
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    Catenacci VA, Pan Z, Ostendorf D, et al. A randomized pilot study comparing zero-calorie alternate-day fasting to daily caloric restriction in adults with obesity. Obesity. Published online August 29, 2016:1874-1883. doi:10.1002/oby.21581
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    Bhutani S, Klempel MC, Kroeger CM, Trepanowski JF, Varady KA. Alternate day fasting and endurance exercise combine to reduce body weight and favorably alter plasma lipids in obese humans. Obesity. Published online May 29, 2013:1370-1379. doi:10.1002/oby.20353
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    Antoni R, Johnston KL, Collins AL, Robertson MD. Intermittentv. continuous energy restriction: differential effects on postprandial glucose and lipid metabolism following matched weight loss in overweight/obese participants. Br J Nutr. Published online March 6, 2018:507-516. doi:10.1017/s0007114517003890

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Dr. Sarah Neidler

Sarah ist promovierte Biologin und Gründerin von Clever essen. Dort zeigt sie ihren Lesern, wie sie mit Intervallfasten ihr Wunschgewicht erreichen und gesundheitliche Probleme in Angriff nehmen können. In ihrer Freizeit kocht und liest sie gerne und macht Yoga.

Kommentare zu diesem Artikel

12 Responses

  1. Im vergangenen Jahr habe ich mit 1/0-2-Fasten 16 kg abgenommen. Dabei habe ich durchgehend in einer verantwortungsvollen Position gearbeitet. Ich empfand das „ständige Umstellen“ nicht belastend, allerdings achtete ich drauf wenig „leere“ Kohlenhydrate zu mor zu nehmen.
    Ich bin mittlerweile normalgewichtig, alle Laborparameter sind normalisiert und Freunde, die mich länger nicht gesehen haben, sagen mir ich sei verjüngt.
    Ich halte aus meiner persönlichen Erfahrung 1/0-2 für eine äußerst effektive Methode.

    1. Hallo Rita,
      vielen Dank, dass Du Deine Erfahrung mit uns teilst. Es ist natürlich sehr individuell, wie schwer oder leicht 1/0-2 fällt. Super, dass Du damit so gut zurecht kommst!

  2. ich kann bestaetigen, dass dieses alternierende Fasten sehr effektiv ist und wirksam zum Abnehmen. Es ist auch dies nicht das erstemal, daher habe ich auch fruehere Erfahrung damit. Die Versuchungen am Fastentag sind SEHR REAL, z.B. zu denken “ach was, heute mal 16:8, somit kann ich jetzt essen” u.a.m. Aus meinem frueheren Umfallen habe ich auch gelernt, dass es in diesen Momenten entscheidend ist, sich die urspruengliche Motivation immer wieder voll bewusst zu machen. “Bin ich hier Herr ueber mich oder nicht?” Bei mir war/ist die Motivation u.a. durch Kreuz- und Knieschmerzen, das Schweregefuehl und rasche Erschoepfung bei jeder Bewegung und die vermanschte Figur im Spiegel bedingt). Dann z.B. VIEL TRINKEN hilft um nicht schwach zu werden. Vor allem am Fastentag frueh sollte man sich sehr entschieden sagen “heute ist Fastentag, und ich werde nichts essen”. Nachmittags wird es dann auch wieder leichter, wenn man rechnet, wieviele Stunden es noch bis zum Schlafengehen sind. Ein gutes Gefuehl, dann schlafen zu gehen und durchgehalten zu haben. Die Fantasien “was werde ich morgen alles essen” sind am naechsten Morgen voellig weg und ich habe ueberhaupt weder Hunger noch Appetit. Dann aber ein tolles Wohlgefuehl auch beim Blick in den Spiegel. Bei mir trifft es nicht zu, dass ich mich am Esstag ueberfressen moechte – im Gegenteil: trotz Appetit/Hunger werde ich mir auch der Belastung (Muedigkeit) durchs Essen bewusst, und die Essportionen sind deutlich kleiner geworden. Den Fastentag empfinde ich nun als Befreiung und nicht als Belastung oder Quaelerei. Das alles aber stellt sich nicht direkt anfangs, sondern nach und nach ein. Fasten ist also eine psychologische Angelegenheit, die nur ich alleine bewaeltigen kann/muss und die im Kopf beginnt.
    ( Nebenbei: seit einigen Jahren esse ich streng vegan (aus gesundheitlichen und ethischen Gruenden) und auch diese Umstellung hat geklappt. Dazu brauche ich keine veganen Rezepte, die mir saemlich zu umstaendlich sind und zuviel “Wirtschaft” machen. Ich koche nicht gerne und rufe meine Fantasie (unbegrenzt und taeglich neu) auf, mir selbst einfachste Mahlzeiten zu machen, die so gesund wie moeglich sind (z.B. Natto, Kimchi, Naturreis mit geroesteten Mandeln in Naturkokosoel, oder Maronen, Suesskartoffeln, alle Sorten Tofu und Tempeh, Kohl, Pilze, hochprozentige Schokolade, Smoothies usw. usw.) Das geht alles ganz ohne Rezepte lesen.)
    Gruss und viel Erfolg !
    Dieter

    1. Hallo Dieter, es freut mich sehr, dass Du mit Fasten so gute Erfahrungen gemacht hast. Hut ab für Deine Disziplin!

  3. 102 ist die einzige Diät, die bei mir funktioniert. Ich kann jedem empfehlen diese mal zu testen. Das schöne ist, das man ja jeden 2. Tag soviel essen kann bis man platzt und trotzdem verliert man Gewicht.
    Falls ich während der Fastentage mal wirklich was Süßes brauche, weil mein Gehirn bei der Arbeit streikt, dann lutsche ich an Lollipops.
    An dem Esstagen kann ich übrigens KFC sehr empfehlen. Hab jetzt gut 4-5 kg in 3 Wochen verloren.
    Noch ein langer Weg zum Traumgewicht, aber immerhin.

    Hatte davor mit Keto Diät probiert abzunehmen, jedoch hat mich nur Fett und Protein immer noch hungriger gemacht und mich nie gesättigt. Zumal man bei dieser Diät hört man kann soviel Essen wie man will lol.
    Stimmt nicht. Auch sind fettige Lebensmittel mega Kalorienreich und haben meinen auf Zucker-getriebenen Gehirn nie glücklich gemacht.

    Bei Kalorienreduzierte Diäten hatte ich nie das Gefühl gesättigt zu werden. Ich musste ständig verzichten, dann kam mal ein Cheat Tag und die motivation und Arbeit der letzten Wochen verpuffte.

  4. Hallo,
    für mich ist die 1/02 Diät sehr gut geeignet um abzunehmen.
    Weil die Regeln völlig klar und einfach sind, an die man sich halten kann.

    Ich hatte damals Intervallfasten gemacht, 12/12, über mehrere Monate hinweg. Ich muss sagen, dass ich abnehmen wollte und mein Gewicht ,,nur” gehalten habe.

    Mit der 102 Methode habe ich damals wirklich Kilos verloren. Das Problem war nur, dass immer mal Geburtstage etc. dazwischen kamen oder Mahlzeiten an der Arbeit, wo ich schlecht nichts essen konnte.

    Ich probiere das jetzt nochmal und nehme auf nichts mehr Rücksicht. Wenn Feiern anstehen, werde ich 2 Tage vorher nichts essen, damit das System nicht verändert wird.
    Klar könnte man sagen, dann esse ich an 2 Tagen und faste den 3. Tag wieder und das System geht weiter, aber dafür ist das Umdenken zu gefährlich. Nach 2 Esstagen fällt der Fastentag umso schwerer. Damit würde man sich keinen Gefallen tun.

    Ich werde jetzt ohne Waage, 45 Tage lang die 102 Methode ausführen.Danach müsste ich das Normalgewicht haben und dann geht erst der schwierige Teil los. Das Gewicht über ein Jahr lang halten. Das habe ich nämlich noch nie geschafft.
    Dazu ist wohl eine wöchentliche Wiegung nötig und bei Überschreiten eines Wertes muss ein Mechanismus erfolgen. Aber eigl muss sich das Gewicht von selbst einpendeln. Eventuell klappt das dann mit der 12/12 Methode, dauerhaft.

    Schade, dass die Links mit den Rezepten nicht mehr funktionieren.
    Durch meinen Thermomix sind gesunde Mahlzeiten relativ leicht herzustellen. Das Ding ist mega, für eine gesunde Ernährung, zumindest für Leute die nicht so gut kochen können, wie ich 😉

  5. Ein freundliches Hallo,
    für das Fasten an jedem zweiten Tag habe ich mich vor einiger Zeit entschieden, weil ich in den Wechseljahren permanent erschöpft war, Knieschmerzen bekam und keine wirkliche Lust auf Bewegung verspürte. Das Zeitfenster gefällt mir sehr gut, weil ganz klar ist: Heute kann ich essen und morgen eben nicht usw. Es bleibt einem auch der häufige Blick auf die Uhr erspart, um im Zeitfenster zu bleiben.
    Zu Beginn ist diese Methode bedingt erfreulich, man benötigt schon einen starken Willen. Das Wissen um eine wunderbare Mahlzeit am kommenden Tag hilft ungemein. Auch der Gedanke, dass man auf kein Lebensmittel verzichten muss, ist wertvoll. Man isst an den Nicht-Fasten-Tagen nach kurzer Zeit sowieso vor allem gesund, weil der Körper solche Nahrung „fordert“ und kann auch nicht so viel essen, wie man gerne möchte (oder vor dem Fasten einmal konnte), weil man relativ schnell komplett gesättigt ist. Ganz egal, welche Leckereien im Kühlschrank noch auf einen warten, die man am am Fasten-Tag voller Vorfreude auf das kommende „Event“ zubereitet hatte. Ein Zuviel an Nahrungsaufnahme kann also vielleicht in der Anfangs-Phase stattfinden, nach ca. 2-3 Wochen reguliert sich die zugeführte Menge allerdings.
    Ich habe wieder mit Sport begonnen und fülle damit die Abende der Fasten-Tage. Für mich ist das optimal. Anschließend beschließt ein leckerer Kräutertee den Tag.
    Zugegeben, beim Zubettgehen verspürt man schon Hungergefühle, aber am Morgen sind diese wie weggepustet.
    Auf Kaffee habe ich seitdem kaum noch Appetit. Meine Hautbild hat sich verfeinert, die Hosen werden langsam, aber sicher weiter, ich bin energiegeladener UND habe keine Knieschmerzen mehr. Einen Versuch ist diese Methode es also wert.

    1. Liebe Ines,
      super, dass du mit 1/02 Fasten so gute Erfahrungen gemacht hast!

      Ja, ich kann mir vorstellen, dass es gerade zu Beginn nicht einfach war. Diesen appetitregulierenden Effekt kenne ich auch. Wenn ich mal mehr als einen Tag faste, kann ich danach auch nie so viel essen, wie erwartet.

      1. Ich bin jetzt bei 20 Fastentagen, also 40 Tage gesamt.
        45 Fastentage habe ich mir vorgenommen, also 3 Monate.
        Ich glaube, die Zeit reicht nicht aus, um mein Idealgewicht zu erreichen. Hmm.

        Aber ich nehme ab, dass ist ja die Hauptsache.

        Der harte Teil kommt erst nach dem Erreichen des Idealgewichts.

        Für immer das Gewicht prüfen und regulieren.
        Da fällt mir diese 102 Methode leichter, weil es ein klares Ziel ist. 45 Fastentage, 3 Monate.

        1. Hallo Magnus,

          klingt nach einem guten Plan!

          Aber ja, du solltest dir überlegen, wie es nach den 3 Monaten weitergehen soll, wenn du nicht möchtest, dass das Gewicht zurückkommt.

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