Kontinuierliche Glukosemessung zur Verbesserung der Gesundheit

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Kontinuierliche Glukosemessung (CGM) ist auch für Nicht-Diabetiker sinnvoll. Sie erleichtert die Gewichtsabnahme und hilft, Krankheiten vorzubeugen.

Eine kontinuierliche Glukosemessung ermöglicht es, den Blutzucker rund um die Uhr zu überwachen. Dies ist natürlich insbesondere für Diabetespatienten sinnvoll.

Aber auch Menschen ohne Diabetes können davon profitieren. Denn selbst bei gesunden Menschen steigt der Blutzucker nach einer Mahlzeit oft zu stark an. Dies fördert einerseits Heißhunger und begünstigt Gewichtsprobleme.

Vor allem schaden Blutzuckerspitzen aber der Gesundheit und erhöhen das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Krankheiten. Eine kontinuierliche Glukosemessung hilft, die Lebensmittelauswahl so zu gestalten, dass der Blutzucker nach einer Mahlzeit nicht zu stark ansteigt.

Hier erfährst Du, wie Du kontinuierlichen Glukosemessung optimal für Dich nutzen kannst.

Was ist eine kontinuierliche Glukosemessung (CGM)?

Wie der Name suggeriert, wird bei einer kontinuierlichen Glukosemessung der Blutzucker rund um die Uhr gemessen. Oft spricht man auch von CGM, die Abkürzung stammt aus dem Englischen und steht für Continuous Glucose Monitoring.

Bei der kontinuierlichen Glukosemessung bringt man einen Glukosesensor am Oberarm, Bauch oder Gesäß an. Die Anbringung ist sehr einfach und absolut schmerzfrei. Die Sensoren haben meist eine Laufzeit von ein oder zwei Wochen. Danach muss ein neuer Sensor angebracht werden.

Genaugenommen wird auch nicht der Blutzucker gemessen, sondern der Gewebezucker. Der Sensor misst den Zuckergehalt in der Flüssigkeit zwischen den Zellen. Dies ist zwar nicht ganz so genau, wie wenn man im Blut misst, aber genau genug. Es gibt eine Abweichung von ca. 10 %. Allerdings muss man beachten, dass es eine zeitliche Verzögerung von ca. 5 – 20 Minuten gibt. In Phasen, wenn der Blutzucker steil ansteigt oder fällt, kann es also große Unterschiede zur Messung im Blut geben.

Der Glukosesensor wird mit einem Lesegerät verbunden. Bei den meisten Anbietern kann statt eines Lesegeräts eine Smartphone-App verwendet werden. Der Sensor misst den Gewebezucker alle paar Minuten und die Werte werden automatisch an das Lesegerät oder die entsprechende App übertragen.

Die kontinuierliche Glukosemessung liefert deutlich detailliertere Glukoseverläufe als die Blutabnahme in der Fingerspitze, bei der nur an wenigen Zeitpunkten gemessen wird.

Für wen ist CGM sinnvoll?

Die Technik der kontinuierlichen Glukosemessung wurde ursprünglich für Diabetespatienten entwickelt. Aber auch Menschen mit Prädiabetes, metabolischem Syndrom und sogar gesunde Menschen können davon profitieren.

Diabetiker Typ 1 und Typ 2

Eine kontinuierliche Glukosemessung ist vor allem für insulinpflichtige Diabetiker vorteilhaft.

Bei Diabetes Typ 1 lässt sich durch CGM die Blutzuckerkontrolle verbessern und der HbA1c-Wert signifikant senken.​1​ Auch das Risiko für gefährliche Unterzuckerungen wird deutlich gesenkt. Durch das Einrichten eines Glukosealarms bei Unterschreitung eines individuell festgelegten Wertes werden Nutzer bei Gefahr einer Unterzuckerung rechtzeitig gewarnt.

Manche CGM-Sensoren sind auch an eine Insulinpumpe gekoppelt, die automatisch nach Bedarf die korrekte Insulinmenge abgibt.

Insulinpflichtige Diabetiker können bei ihrer Krankenkasse einen Erstattungsantrag stellen. Damit die Kostenerstattung genehmig wird, fordern Krankenkassen auch eine entsprechende Schulung.

Es gibt verschiedene Schulungsangebote, insbesondere empfehlen kann ich das Una-Health-Programm für Menschen mit Typ 2 Diabetes. Es handelt sich um ein 90-Tage-Programm, in dem Patienten lernen, wie sich mithilfe von CGM ihre Ernährung und Lebensweise so anpassen können. Dadurch kann die Blutzuckerkontrolle deutlich verbessert und Medikamente oftmals reduziert werden.

Vorteile von CGM gegenüber herkömmlicher Glukosemessung

Gerade für Diabetiker bietet CGM viele Vorteile. Dadurch, dass Glukosewerte rund um die Uhr bestimmt werden, lässt sich besser verstehen, wie sich der Blutzucker im Tagesverlauf verhält und welche Aktivitäten ihn wie beeinflussen. Denn nicht nur die Mahlzeiten, sondern auch Faktoren wie Schlaf, Stress und Sport haben einen Einfluss auf den Blutzucker.

Besonders wertvoll ist jedoch die kontinuierliche Glukosemessung nach einer Mahlzeit. Hier lässt sich genau sehen, wie stark der Blutzucker ansteigt und wie lange er erhöht ist. Beim herkömmlichen Messen misst man hingegen nur an wenigen Zeitpunkten. Denn einerseits ist das Messen lästig, andererseits sind die Messstreifen teuer.

Mit dem entsprechenden Training lässt sich die Blutzuckerkontrolle deutlich verbessern, wodurch nicht nur Medikamente reduziert werden können, sondern auch das Fortschreiten der Krankheit aufgehalten und die Lebensqualität verbessert werden kann.

Besonders wertvoll sind Glukosealarme, mit denen sich gefährliche Unterzuckerungen selbst im Schlaf verhindern lassen.

Nachteile gegenüber herkömmlicher Glukosemessung

CGM hat allerdings auch einige Nachteile. Zum einen ist die Messung nicht ganz so genau wie bei der Messung im Blut. Hersteller geben eine Abweichung von ca. 10 % an. Manche Sensoren erfordern eine Kalibrierung, bei der der Blutzucker im Blut gemessen und dokumentiert wird. Es gibt auch Sensoren ohne Kalibrierung, allerdings ist dann bei Abweichungen auch keine Korrektur falscher Messwerte möglich.

Grundsätzlich gibt es bei CGM eine Zeitverzögerung von ca. 5-20 Minuten, da die Glukose nicht direkt im Blut, sondern im Gewebe gemessen wird. In der Regel ist da kein Problem, es kann aber bei schnell fallendem oder steigendem Blutzucker problematisch sein.

Die Anbringung des Sensors ist schmerzfrei. Er wird jedoch, ähnlich wie ein Pflaster, an der Haut festgeklebt. Das kann manchmal Hautirritationen hervorrufen. Insbesondere, wenn Sensoren dauerhaft getragen werden.

CGM bei Insulinresistenz und metabolischem Syndrom

Bei Menschen ohne Diabetes wird bei Kontrolluntersuchen in der Regel nur der Nüchternblutzucker bestimmt. Ein erhöhter Nüchternblutzucker ist allerdings ein sehr spätes Symptom. Ist der Nüchternblutzucker erhöht, liegt bereits Prädiabetes vor, oder man ist zumindest auf dem besten Weg dahin.

Diabetes Typ 2 wird durch Insulinresistenz verursacht, die sich im Laufe der Zeit zum metabolischen Syndrom entwickelt. Insulinresistenz entsteht über viele Jahre hinweg und es dauert meist Jahrzehnte, bis Diabetes Typ 2 diagnostiziert wird.

Insulinresistenz wird in den meisten Fällen durch ungünstige Ernährungs- und Lebensgewohnheiten verursacht. Werden diese nicht geändert, schreitet die Insulinresistenz immer weiter voran.

Umgekehrt kann durch eine Änderung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten eine Insulinresistenz aber auch aufgehalten und sogar verbessert werden. Hierbei ist CGM ungemein hilfreich.

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Ein Faktor, der Insulinresistenz stark vorantreibt, sind Blutzuckerspitzen nach dem Essen. Bei einer Blutzuckerspitze steigt der Blutzucker bei einer Mahlzeit sehr stark an. Da ein hoher Blutzucker schädlich ist, produziert die Bauchspeicheldrüse daraufhin sehr große Mengen Insulin.

Dies ist kein Problem, wenn es nur hin und wieder vorkommt. Allerdings sinkt der Blutzucker durch den stark erhöhten Insulinspiegel oft zu stark ab, was ein typischer Auslöser für Heißhunger ist. Das verleitet Betroffene meist dazu, zu Zucker und anderen einfachen Kohlenhydraten zu greifen, die den Blutzucker erneut in die Höhe schießen lassen. Dadurch gerät man leicht in eine Blutzuckerachterbahn, die mit hohen Insulinausschüttungen einhergeht. Die ständig erhöhten Blutzucker- und Insulinspiegel fördern auf Dauer Insulinresistenz.

Dem lässt sich mithilfe von CGM leicht entgegenwirken. Denn dadurch können Betroffene genau sehen, bei welchen Lebensmitteln und Lebensmittelkombinationen der Blutzucker wie stark ansteigt. So ist es einfach, entsprechende Lebensmittel zu vermeiden.

Es ist wichtig zu betonen, dass durch CGM keine Insulinresistenz diagnostiziert werden kann. Denn selbst bei fortgeschrittener Insulinresistenz ist der Blutzucker meist völlig unauffällig. Der Unterschied zwischen insulinresistenten und insulinsensitiven Menschen ist, dass bei Insulinresistenz deutlich größere Insulinmengen benötigt werden, um den Blutzucker zu kontrollieren. Der Insulinspiegel wird bei CGM allerdings nicht gemessen.

Es geht bei CGM lediglich darum, Essverhalten zu vermeiden, das langfristig Insulinresistenz fördert. Selbst bei insulinsensitiven Menschen mit einem gesunden Stoffwechsel.

Im Artikel über Ernährung bei Insulinresistenz erfährst Du mehr darüber, welche Ernährungsweise bei Insulinresistenz sinnvoll ist.

Welche Vorteile bietet CGM für Menschen ohne Diabetes?

Ca. 80 % der Menschen ohne Diabetes haben regelmäßig Blutzuckerspitzen​2​ (der Blutzucker sollte bei Menschen ohne Diabetes nach einer Mahlzeit auf maximal 140 mg/dl ansteigen).​3​

Nach einer Blutzuckerspitze fällt der Blutzucker stark ab. Deswegen sind sie ein typischer Auslöser für Heißhunger und sorgen dafür, dass in den folgenden Mahlzeiten mehr Kalorien aufgenommen werden.​4​ Deswegen sind regelmäßige Blutzuckerspitzen mit Gewichtsproblemen assoziiert. Umgekehrt hilft ein stabiler Blutzucker, den Appetit unter Kontrolle zu bekommen.​5​

Außerdem verursacht ein zu hoher Blutzucker oxidativen Stress und schädigt die Blutgefäße.​6​ Deswegen erhöhen Blutzuckerspitzen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die primäre Folge von Insulinresistenz und Diabetes).​7–9​

Generell haben Kohlenhydrate den stärksten Effekt auf den Blutzucker und eine kohlenhydratarme (Low-Carb) Ernährung ist eine gute Möglichkeit, den Blutzucker stabil zu halten.​10​ Andererseits ist es auch sehr individuell, wie jemand auf verschiedene Lebensmittel reagiert. Die Kohlenhydrattoleranz ist stark individuell. Selbst bei Menschen mit einem gesunden Stoffwechsel.

Mithilfe von CGM kann man genau sehen, wie man auf verschiedene Lebensmittel und Lebensmittelkombinationen reagiert. Auch die Uhrzeit der Mahlzeit, Schlaf, Sport und Stress beeinflussen den Blutzucker nach einer Mahlzeit.

Durch das Feedback in Echtzeit kannst du schnell herausfinden, welche Faktoren sich wie auf deinen Blutzucker auswirken. Das ist tausend Mal besser, als pauschalen Ernährungsempfehlungen zu folgen. Dadurch lässt sich der Blutzucker auch oft ohne eine strikte Reduktion der Kohlenhydrate stabil halten.

Nächtliche Blutzuckerkontrolle

Ein zu hoher Blutzucker in der Nacht ist mit einer kürzeren Schlafdauer assoziiert.​11​ Schlafmangel wirkt sich wiederum äußerst negativ auf die Blutzuckerkontrolle am nächsten Tag aus.​12​ Schon eine einzelne Nacht mit Schlafmangel macht sich bemerkbar.​13​ Chronischer Schlafentzug kann innerhalb weniger Wochen Insulinresistenz verursachen oder verstärken. Deswegen ist erholsamer Schlaf für einen gesunden Stoffwechsel und ein gesundes Körpergewicht so wichtig.

Bei der letzten Mahlzeit des Tages ist es also besonders wichtig, dass der Blutzucker nicht zu stark ansteigt und vor allem, dass der Blutzucker vor dem Schlafengehen wieder im Normalbereich ist.

Hinzukommt, dass die Insulinresistenz gegen Tagesende nachlässt. Dadurch lässt sich der Blutzucker in den Abendstunden nicht mehr so gut regulieren und er steigt stärker an als in früheren Tagesstunden. Dadurch sind für manche Menschen Kohlenhydrate vor allem am Abend problematisch, aber tagsüber besser tolerierbar.

Im Artikel über Abnehmen im Schlaf erfährst du mehr darüber, warum erholsamer Schlaf fürs Abnehmen so wichtig ist und wie du deinen Schlaf optimieren kannst.

Menschen ohne Diabetes profitieren von gelegentlicher CGM

Bei Menschen ohne Diabetes ist eine dauerhafte CGM nicht notwendig. Da die Kosten ohne offizielle Diabetesdiagnose nicht von der Krankenkasse erstattet werden, wäre das auch auf Dauer recht kostspielig.

Für einige Wochen ist CGM jedoch unglaublich wertvoll. Du kannst es als einen Intensivkurs ansehen, indem du genau lernst, wie dein Körper auf verschiedene Lebensmittel reagiert. Dadurch lernst du tausend Mal mehr als in jedem Buch über Ernährung. Denn in Büchern findest du nur pauschale Ernährungsempfehlungen. Allgemeine Trends, die aber nicht unbedingt auf dich zutreffen. Mithilfe von CGM kannst du die für dich richtige Ernährungsform finden und deine Ernährung und Lebensweise so anpassen, dass es wirklich einen Unterschied macht.

Welche CGM-Systeme gibt es?

Es gibt einige CGM-Anbieter auf dem Markt. Zu den bekanntesten gehören Dexcom, Ascensia (Eversense), Medtronic (MiniMed und Guardian Connect) und Abbott (Freestyle Libre).

Die CGM-Systeme unterscheiden sind in:

  • Der Tragedauer: Sie reicht von ca. 1 Woche (Guardian Connect und MiniMed) bishin zu 6 Monaten (Eversense)
  • Der Messhäufigkeit: Die meisten CGM-Systeme messen alle 5 Minuten, der Freestyle Libre 3 misst jede Minute.
  • Der Platzierung des Sensors: Manche Sensoren werden am Bauch oder Gesäß angebracht (MiniMed und Guardian Connect), andere am Oberarm (Freestyle Libre 3, Dexcom und Eversense).
  • Der Kalibrierung: Einige Sensoren müssen mithilfe von Zuckermessung im Blut kalibriert werden (MiniMed, Guardian Connect und Eversense), andere sind kalibrierungsfrei (Freestyle Libre 3, SIBIONICS GS1 und Dexcom).

Bei den meisten CGM-Systemen lässt sich ein Alarm einstellen, der Alarm schlägt, wenn der Blutzucker zu hoch oder zu niedrig ist. Dies ist vor allem für Diabetiker wichtig. Manche CGM-Systeme lassen sich auch mit einer Insulinpumpe verbinden, die nach Bedarf die benötigte Menge Insulin abgibt.

Ansonsten unterscheiden sich die Sensoren in der Größe und es gibt kleine Unterschiede in der Messgenauigkeit.

Wichtig für Nutzer, die kein Diabetes haben: Bei manchen CGM-Systemen kann das Lesegerät durch Smartphone App ersetzt werden. Dies ist insbesondere für Nicht-Diabetiker interessant, die CGM nur für einen kurzen Zeitraum verwenden und nicht in ein Lesegerät investieren möchten. Der Freestyle Libre 3, SIBIONICS GS1, Dexcom G6 und G7, Eversense, MiniMed und Guardian Connect können mit dem Smartphone mithilfe einer App verbunden werden.

Und die wichtigste Information für Nutzer ohne Diabetes: Die meisten CGM-Systeme sind verschreibungspflichtig und können nicht ohne Rezept gekauft werden. Ausnahmen sind der Freestyle Libre 3 und der SIBIONICS GS1 Sensor*, der vor kurzem in Europa verfügbar ist.

CGM kaufen

Insulinpflichtige Diabetiker können bei ihrer Krankenkasse eine Kostenerstattung für CGM beantragen. Voraussetzung für die Genehmigung ist, dass eine Schulung zur Anwendung des CGM-Systems gemacht wird. Wird die Kostenübernahme genehmigt, kann man durch Einreichung des Rezepts das CGM-System online bestellen. Die meisten CGM-Systeme sind auch in Apotheken erhältlich.

Wenn Du kein Diabetes hast, musst Du den CGM auf eigene Kosten kaufen. Der Freestyle Libre 3 und der SIBIONICS GS1* sind online ohne Rezept erhältlich.

Ich habe den Sibionics GS1 selbst getestet und kann ihn nur empfehlen. Der Sensor ist sehr leicht anzubringen und die App ist sehr leicht zu bedienen. Mahlzeiten kannst Du ganz leicht inklusive Foto dokumentieren. Besonders gut gefällt mir auch der Support: Ich hatte ein kleines Problem und habe innerhalb kurzer Zeit kompetente Hilfe bekommen.


Anwendung eines CGM-Systems

Die Anwendung unterscheidet sich etwas bei den verschiedenen Anbietern, aber ist sehr einfach.

Zunächst musst du die dazugehörige App herunterladen. Einen Link zur App findest Du in der Regel auf der Produktseite. Außerdem enthält das Paket mit dem Sensor einen QR-Code. Wenn Du diesen mit der Kamera Deines Smartphones scannst, kommst Du direkt zur App.

In der App musst Du zunächst ein Benutzerkonto anlegen und Deine persönlichen Daten eingeben. Du kannst auch Einstellungen wählen und einen Alarm festlegen.

Das Paket enthält auch einen Applikator, mit dem Du den Sensor anbringen musst. Außerdem findest Du eine genaue Anleitung mit Bildern zur Anbringung des Sensors.

Danach musst Du den Sensor mit der App verbinden. Dazu öffnest Du einfach die App und folgst den Anweisungen auf dem Startbildschirm. Du bekommst eine Benachrichtigung, sobald der Sensor aktiv ist. Ab diesem Zeitpunkt misst der Sensor automatisch alle paar Minuten. In der App kannst Du die Glukosekurve und Statistiken jederzeit überprüfen.

Fazit: CGM ist ein wertvolles Werkzeug zur individualisierten Optimierung der Ernährung

Kontinuierliche Glukosemessung hilft, die Gesundheit zu verbessern und chronischen Erkrankungen vorzubeugen. Gewichtsabnahme ist oft ein angenehmer Nebeneffekt.

Für Diabetespatienten für eine bessere Blutzuckerkontrolle unverzichtbar und dauerhaft sinnvoll. Für gesunde Menschen, Menschen mit metabolischem Syndrom, Insulinresistenz oder Prädiabetes ist CGM für einige Wochen sehr hilfreich. Das Feedback in Echtzeit animiert Nutzer dazu, Änderungen vorzunehmen, die helfen, Blutzuckerspitzen zu vermeiden.

Mithilfe von CGM kannst du also herausfinden, welche Ernährungsanpassungen für Dich funktionieren. Dies ist deutliche sinnvoller, als pauschalen Ernährungsempfehlungen zu folgen.

Wenn Du aus der Zeit der kontinuierlichen Glukosemessung möglichst viel herausholen möchtest, empfehle ich dir meinen 14-tägigen Plan zu individualisierten Optimierung deiner Ernährungsgewohnheiten.

Quellen

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Dr. Sarah Neidler

Dr. Sarah Neidler

Sarah ist promovierte Biologin und Gründerin von Clever essen. Dort zeigt sie ihren Lesern, wie sie mit Intervallfasten ihr Wunschgewicht erreichen und gesundheitliche Probleme in Angriff nehmen können. In ihrer Freizeit kocht und liest sie gerne und macht Yoga.

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