12 Gründe warum Intervallfasten bei Diabetes sinnvoll ist

Diabetesmedikamente

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Obwohl Intervallfasten nicht offiziell für Typ 2-Diabetiker empfohlen wird, zeigen immer mehr Studien, dass sich Intervallfasten bei Diabetes erstaunlich positiv auswirkt.

Intervallfasten steht im Gegensatz zu den offiziellen Ernährungsempfehlungen für Typ 2-Diabetiker. Diabetikern mit Typ 2 Diabetes (sogenanntes Altersdiabetes) wird normalerweise empfohlen, viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu essen. Beim Intervallfasten setzt man hingegen auf große und dafür weniger Mahlzeiten, die auf wenige Stunden am Tag beschränkt sind. Für den Großteil des Tages wird gefastet.

Dennoch zeigen immer mehr Studien, dass sich Intervallfasten bei Diabetes erstaunlich positiv auswirkt.

Hier sind 12 positive Effekte, die Intervallfasten bei Diabetes hat:

1.      Bessere Blutzuckerregulation

Mit jeder Mahlzeit steigt der Blutzucker an. Um den Blutzucker wieder in den Normalbereich zu bringen, schüttet die Bauchspeicheldrüse das blutzuckersenkende Hormon Insulin aus.

Der Blutzucker steigt bei großen Mahlzeiten proportional weniger stark an

Wie stark der Blutzucker ansteigt, hängt in erster Linie davon ab, wieviel Eiweiß (Protein) und Kohlenhydrate die Mahlzeit enthält. Größere Mahlzeiten enthalten absolut gesehen mehr Kohlenhydrate und Eiweiß als kleine, vorausgesetzt, der Anteil ist jeweils gleich. Oder einfach ausgedrückt: Nach einer großen Mahlzeit steigt der Blutzucker stärker an als nach einer kleinen.

Folglich muss die Bauchspeicheldrüse bei einer großen Mahlzeit mehr Insulin ausschütten als bei einer kleinen Mahlzeit. Entsprechend gilt für Diabetiker, die Insulin spritzen müssen, um ihren Blutzucker zu regulieren, dass sie bei einer kleinen Mahlzeit weniger Insulin brauchen als bei einer großen.

Intervallfasten hilft, den Blutzucker bei Diabetes zu senken

Aus diesem Grund geht man davon aus, dass sich der Blutzucker mit kleinen Mahlzeiten besser kontrollieren lässt. Daher empfiehlt man Diabetikern auf viele kleine Mahlzeiten zu setzen anstatt auf weniger große.

Was logisch klingt, entspricht jedoch leider nicht der Realität.

Es ist zwar richtig, dass der Blutzucker bei einer großen Portion stärker ansteigt als bei einer kleinen. Der Anstieg ist jedoch nicht proportional.​1​

Einfach ausgedrückt heißt das: Wenn Du eine große Portion auf drei kleine aufteilst, steigt der Blutzucker bei den einzelnen Portionen weniger stark an, und pro Mahlzeit wird weniger Insulin ausgeschüttet.​2​ Zusammengerechnet wird bei drei kleinen Portionen jedoch mehr Insulin ausgeschüttet als bei der einen großen Portion. Unterm Strich kommst Du also mit einer großen Mahlzeit besser weg.

Weniger Blutzuckerschwankungen bei großen Mahlzeiten

Die Tatsache, dass bei kleinen Mahlzeiten überproportional viel Insulin ausgeschüttet wird, bringt ein weiteres Problem mit sich: Der Blutzucker fällt einige Zeit nach dem Essen sehr stark ab, so dass er dann sogar niedriger ist als vor dem Essen.

Diabetiker müssen dann etwas essen, denn ein zu niedriger Blutzucker ist gefährlich. Wenn sie dann eine Kleinigkeit essen, geht der ganze Prozess des steigenden Blutzuckers, der dann wieder gesenkt werden muss und dann zu weit abfällt, wieder von vorne los. Diabetiker, die auf kleine Mahlzeiten setzen, kommen also nicht drumherum, sehr regelmäßig zu essen.

Aber auch für Personen mit Diabetesrisiko oder sogar gesunde Menschen ist der starke Blutzuckerabfall ein Problem. Denn ein so niedriger Blutzucker ist ein Warnsignal für unser Gehirn, das ständig mit Zucker versorgt werden muss. Als Folge kriegen wir Heißhunger, wenn der Blutzucker im Keller ist. Das hat nichts mit Willensschwäche zu tun, das ist so gesehen ein überlebenswichtiges Signal.

Infobox metabolisches Syndrom:
Metabolisches Syndrom ist die Vorstufe von Diabetes. Diese Erkrankung ist durch fünf Merkmale gekennzeichnet. Die Symptome können bereits vor der Diabetesdiagnose auftreten und nehmen mit fortschreitendendem Diabetes zu.

– Erhöhter Taillenumfang: > 102 cm bei Männern, > 88 cm bei Frauen
– Niedriges HDL Cholesterin: < 40 mg/dl bei Männern, < 50 mg/dl bei Frauen
– Erhöhte Triglyceride: >150 mg/dl
– Erhöhter Blutdruck: systolisch >130 mmHg, diastolisch >80 mmHg
– Erhöhter Nüchternblutzucker: >100 mg/dl

Treten mindestens drei dieser 5 Merkmale auf, spricht man von metabolischem Syndrom.
Ausschlaggebend ist auch das Verhältnis zwischen Triglyceriden und HDL. Eine TG/HDL Wert, der größer als 3 ist, ist ein Indikator für Insulinresistenz.

Der Blutzucker lässt sich mit großen Mahlzeiten besser regulieren

Entsprechend wird der Blutzucker mit weniger großen Mahlzeiten besser reguliert als mit vielen kleinen. Das gilt einerseits für den Nüchternblutzucker, aber auch für die durchschnittlichen Blutzuckerwerte im Tagesverlauf.

In einer Studie haben Teilnehmer entweder 3 große Mahlzeiten gegessen oder die gleiche Menge Essen auf 6 Mahlzeiten verteilt. Die drei Hauptmahlzeiten sind entsprechend kleiner ausgefallen und wurden durch 3 Snacks ergänzt.​3​

Nach zwölf Wochen ist der Nüchternblutzucker in der 3 Mahlzeiten-Gruppe von 165 mg/dl auf 110 mg/dl gesunken. In der 6 Mahlzeiten-Gruppe sank der Nüchternblutzucker auch, allerdings nur auf 141 mg/dl (von ursprünglich 164 mg/dl).

Über den Tag verteilt sank der durchschnittliche 24h-Blutzucker in der 3 Mahlzeiten-Gruppe um 40 mg/dl. In der 6 Mahlzeiten-Gruppe gab es hingegen keinen statistisch signifikanten Unterschied zum Ursprungswert.

Entsprechend erhöhte sich in der 3 Mahlzeiten-Gruppe auch die Zeit, in der der Blutzucker täglich im Normalbereich war. Zu Beginn der Studie war der Blutzucker für nur 14 Stunden und 14 Minuten in Normalbereich. Nach 12 Wochen waren es 20 Stunden und 10 Minuten. In der 6-Mahlzeiten-Gruppe hingegen änderte sich dieser Zeitraum nicht signifikant.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass es trotz der guten Blutzuckerregulation keinen Anstieg in der Zahl der Unterzuckerungen gab. Unterzuckerungen sind für Diabetiker lebensgefährlich. Die Gefahr einer Unterzuckerung ist ein häufiges Argument, warum längere Essenspausen bei Diabetikern nicht zu empfehlen seien.

Niedrigerer Blutzucker trotz geringerer Insulindosis

Allerding wurde in der 3 Mahlzeiten-Gruppe auch die Insulindosis deutlich gesenkt: Nach zwölf Wochen spritzten die Teilnehmer täglich 26 Einheiten weniger als zu Beginn der Studie (von 60 auf 34 Einheiten). Dies ist höchstwahrscheinlich der Grund, warum die gefährlichen Unterzuckerungen ausblieben. Angesichts der starken Reduktion der Insulindosis ist es jedoch umso erstaunlicher, dass sich die Blutzuckerregulation so deutlich verbessert hat.

Achtung: Da Intervallfasten so stark blutzuckerregulierend wirkt, kann der längere Nahrungsverzicht für Diabetespatienten gefährlich werden, wenn sie gleichzeitig blutzuckerregulierende Medikamente einnehmen. Daher muss mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden, wie die Dosis der Medikamente angepasst werden soll.

Nun handelt es sich bei einer Reduktion auf 3 Mahlzeiten täglich noch nicht einmal um Intervallfasten im klassischen Sinne. Die Teilnehmer in der Studie haben von 9:30 Uhr bis 20:00 Uhr gegessen; sie hatten also nur eine tägliche Essenpause von circa 13,5 Stunden. Beim Intervallfasten ist hingegen mindestens eine Fastenphase von 16 Stunden vorgesehen.

Bessere Blutzuckerregulation durch längere Essenspausen

Studien zeigen, dass das Essen von 3 Mahlzeiten in einem kleineren Zeitfenster sogar noch besser für die Blutzuckerregulation ist. In einer Studie haben Teilnehmer entweder zwischen 8 und 14 Uhr (Intervallfastengruppe) oder zwischen 8 und 20 Uhr (Kontrollgruppe) gegessen. Beide Gruppen nahmen täglich 3 Mahlzeiten zu sich.​2​

Der durchschnittliche 24h-Blutzucker war in der Intervallfastengruppe 4 mg/dl niedriger als in der Kontrollgruppe. Auch der Nüchternblutzucker war in der Intervallfastengruppe 2 mg/dl niedriger als in der Kontrollgruppe. Zudem war der Blutzucker im Tagesverlauf in der Intervallfastengruppe deutlich stabiler, da es weniger Blutzuckerschwankungen gab.

Diese Veränderungen im Blutzucker erscheinen im Vergleich zur oben erwähnten Studie sehr klein. Man muss allerdings erwähnen, dass diese Studie nur über 4 Tage ging, wohingegen die andere Studie 12 Wochen andauerte. Über einen so viel längeren Zeitraum kann natürlich deutlich mehr passieren. Und auch wenn es nur kleine Verbesserungen im Blutzucker gab, so waren sie dennoch statistisch signifikant.

Zusammenfassung: Mit wenigen großen Mahlzeiten lässt sich der Blutzucker besser regulieren als mit vielen kleinen.

2.      Verbesserte Insulinsensitivität

Insulin ist ein lebenswichtiges Hormon, das eine zentrale Rolle im Zucker- und Fettstoffwechsel spielt. Du kennst Insulin sicherlich als blutzuckersenkendes Hormon.

Ein chronisch erhöhter Insulinspiegel erhöht den Insulinbedarf

Hormonelle Signale sind von Natur aus immer zeitlich begrenzt – sie kommen und gehen. Häufige Mahlzeiten ohne längere Essenspausen führen allerdings dazu, dass der Insulinspiegel fast ununterbrochen erhöht ist. Dies führt im Laufe der Zeit dazu, dass Körperzellen nicht mehr so gut auf Insulin reagieren. Man spricht von Insulinresistenz.

Durch Intervallfasten können Diabetiker ihre Insulindosis senken.

Insulinresistenz ist die eigentliche Ursache von Diabetes. Je resistenter die Zellen gegenüber Insulin werden, desto mehr Insulin muss die Bauchspeicheldrüse ausschütten, um den Blutzucker weiterhin kontrollieren zu können. Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem der Bedarf an Insulin so groß ist, dass der Blutzucker nicht mehr ausreichend reguliert werden kann. Dann spricht man von Diabetes Typ 2.

Wenn Diabetespatienten dann zusätzlich Insulin spritzen, wird der Blutzucker zwar wieder besser reguliert, aber das Problem ist dadurch nicht gelöst – im Gegenteil. Durch die großen Mengen Insulin steigt die Resistenz gegenüber dem Hormon immer weiter voran. Aus diesem Grund müssen Diabetespatienten im Laufe der Zeit die Insulindosis erhöhen. Ein wahrer Teufelskreis.

Resistenz entsteht als Antwort auf ein Dauersignal

Resistenz als Reaktion auf ein Dauersignal ist übrigens ein bekanntes biologisches Phänomen. Du kennst das sicherlich bei Geräuschen. Stell Dir vor, Du ziehst in eine neue Wohnung direkt neben einem Bahnhof. Die ersten Nächte wirst Du jeden Morgen früh vom Zuglärm aus dem Schlaf gerissen. Nach einigen Wochen hast Du Dich jedoch daran gewöhnt und hörst die Züge nicht mehr. Die Tatsache, dass Du in der Lage bist, diese Geräusche zu ignorieren, ermöglichen es Dir, normal weiterzuleben.

Wenn Du dann für zwei Wochen in den Urlaub fährst und wieder zurückkommst, wirst Du Dich in den ersten Tagen wieder durch den Lärm gestört fühlen. Durch die Abwesenheit des Geräuschs hat Deine Sensitivität demgegenüber also wieder zugenommen.

Eine Pause des Signals stellt die Sensitivität wieder her

Auf ähnliche Art und Weise kann auch die Sensitivität gegenüber Insulin wiederhergestellt werden. Dafür ist es wichtig, dass der Insulinspiegel für einen gewissen Zeitraum niedrig ist. Genau dies wird mit Intervallfasten erreicht. Dadurch, dass Du den Großteil des Tages nichts isst, hat der Insulinspiegel mehr als genug Zeit runter zu kommen und auch länger unten zu bleiben. Nun reicht eine einzelne Fastenzeit nicht aus, um die Insulinresistenz nennenswert zu verbessern. Da Du beim Intervallfasten allerdings jeden Tag eine lange Essenspause hast, nimmt die Sensitivität gegenüber dem Hormon jeden Tag ein bisschen zu. So lässt sich, wie Studien zeigen, die Insulinresistenz mit Intervallfasten innerhalb kurzer Zeit erheblich senken.

In einer Studie mit Männern mit Prädiabetes waren nach 5 Wochen 18/6 Fasten die Nüchterninsulin-Werte signifikant gesunken. Außerdem stieg nach dem Trinken einer Zuckerlösung (oraler Glukosetoleranztest) der Insulinspiegel nicht mehr so stark an. Das bedeutet, dass weniger Insulin benötigt wurde, um den Blutzucker wieder in den Normalbereich zu bringen.​2​ Eine verbesserte Insulinsensitivität wurde in weiteren Studien mit verschiedenen IF-Protokollen bestätigt.​4–8​

Zusammenfassung: Durch Intervallfasten reagieren Körperzellen wieder besser auf Insulin, wodurch der Bedarf an dem Hormon sinkt.

3.      Weniger Hunger

Diabetespatienten sind dazu angehalten, Gewicht zu verlieren, da man weiß, dass sich dies positiv auf den Krankheitsverlauf auswirkt. Jeder, der schon einmal versucht hat, mit einer Diät Gewicht zu verlieren weiß, dass dies ein Kampf gegen den Hunger ist. Ständig muss man sich zügeln und weniger essen, als man eigentlich möchte.

Intervallfasten wirkt appetitregulierend.

Und auch hier werden wieder kleine, kalorienarme Mahlzeiten empfohlen. Was zwangsläufig dazu führt, dass man nach kurzer Zeit wieder Hunger hat und sehr oft am Tag isst. Es wird auch allgemein angenommen, dass diese Art des Essens leichter fällt. Nach dem Motto: wenn man schon nicht viel essen kann, dann wenigstens so oft man will.

Kleine Mahlzeiten regen den Appetit an

Auch wenn dies einleuchtend klingt, ist diese Annahme leider nicht korrekt. Viele kleine Mahlzeiten sorgen für deutlich stärkere Hungergefühle als wenige große. Dies konnte sehr schön in einer Studie an 12 gesunden Männern gezeigt werden.​9​ Alle Teilnehmer haben das Gleiche gegessen, allerdings entweder auf 3 oder auf 14 Mahlzeiten verteilt. Die 3 Mahlzeiten-Gruppe hatte deutlich weniger Hunger als die 14 Mahlzeiten-Gruppe.

Zahlreiche Intervallfastenstudien bestätigen diese Beobachtung. In ad-libitum Studien, also in Studien, in denen die Teilnehmer so viel essen können, wie sie wollen, essen Probanden automatisch weniger als vor Beginn der Studie.

In einer Studie waren die Teilnehmer angewiesen, täglich in einem Zeitfenster von 10 Stunden 3 Mahlzeiten zu essen. Die Probanden reduzierten ihre Kalorienaufnahme im Schnitt um 8,62% im Vergleich zu vor der Studie.​10​

In einer anderen Studie mit Prädiabetespatienten war die Essensmenge vorgegeben. Die Teilnehmer durften also nicht weniger essen. Alle Probanden haben drei Mahlzeiten gegessen. In der Intervallfastengruppe wurde die letzte Mahlzeit bis spätestens 15 Uhr eingenommen, die Kontrollgruppe aß abends ihre letzte Mahlzeit.​2​

Erstaunlicherweise hatte die Intervallfastengruppe in den Abendstunden weniger Hunger als die Kontrollgruppe. Und das obwohl in der Intervallfastengruppe die letzte Mahlzeit viele Stunden zurücklag, während die Kontrollgruppe kurz zuvor zu Abend gegessen hatte. Die Intervallfastengruppe berichtete auch, dass es ihnen sehr schwergefallen ist, die vorgeschriebene Menge zu essen. Wenn sie die Wahl gehabt hätten, hätten sie also lieber weniger gegessen.

Zusammenfassung: Intervallfasten wirkt sehr appetitregulierend und man isst automatisch weniger.

4.      Leichtere Gewichtsabnahme

Nachdem wir besprochen haben, dass Intervallfasten den Hunger reguliert, bist Du sicherlich nicht überrascht zu erfahren, dass Intervallfasten es auch leicht macht, abzunehmen.

Genau dies wird in Studien zu Intervallfasten immer wieder beobachtet. Interessanterweise auch dann, wenn die Teilnehmer so viel essen können, wie sie möchten. Intervallfasten funktioniert also auch ohne Kalorienzählen.​10–16​

Intervallfasten hilft, Gewicht zu verlieren

Generell gilt: je länger die Fastenzeit, desto größer die Gewichtsabnahme. Während der Gewichtsverlust beim 16/8 Fasten eher moderat ist, kann man beim Alternate Day Fasting (ADF) viel Gewicht verlieren.​17​ Bei ADF wird nur jeden zweiten Tag gegessen. Du hast also vom Abendessen am ersten Tag bis zum Frühstück am übernächsten Tag eine Pause von circa 36 Stunden.

5.      Hilft gegen Fettleber

Eine Fettleber ist ein Kennzeichen von Diabetes. Ein vermehrter Zuckerkonsum trägt in wesentlichem Maße zur Verfettung der Leber bei. Denn Fruktose, der sogenannte Fruchtzucker, wird in der Leber verstoffwechselt. Haushaltszucker besteht 1:1 aus Fruktose und Glukose. Wenn mehr Fruktose in der Leber ankommt als sie verstoffwechseln kann, wird dieser Einfachzucker in Fett umgewandelt.

Übrigens weiß man erst seit einigen Jahren, dass ein zu hoher Zuckerkonsum eine Fettleber verursacht. Vorher kannte man nur die alkoholische Fettleber bei Alkoholikern. Fruktose und Alkohol werden in der Leber sehr ähnlich verstoffwechselt. Deswegen ist das Krankheitsbild sehr ähnlich.

Die Leber hat viele wichtige Aufgaben im Zucker- und Fettstoffwechsel. Wenn die Leber verfettet, wird die Funktion des Organs beeinträchtigt und sie kann ihren Aufgaben nicht mehr nachkommen.

Eine Fettleber trägt zum erhöhten Blutzucker bei

Auch die Leber kann insulinresistent werden. Die Leber hat Zucker in Form von Glykogen gespeichert. Dieser Zuckerspeicher dient dazu, ein Absinken des Blutzuckerspiegels zu verhindern, wenn länger nichts gegessen wurde. Ein abfallender Blutzucker- und Insulinspiegel ist ein Signal für die Leber, Zucker freizusetzen. Umgekehrt setzt sie keinen Zucker frei, solange der Blutzucker- und Insulinspiegel erhöht ist. Macht Sinn, oder?

Leider funktioniert dieser Mechanismus bei einer Fettleber nicht mehr.

Wenn die Leber insulinresistent wird, setzt die Leber Zucker frei, auch wenn der Insulinspiegel erhöht ist. Die Leber ignoriert also das Insulinsignal. Somit trägt die das Fett in der Leber zum erhöhten Blutzucker bei Diabetes bei.

Eine Fettleber lässt sich leicht rückgängig machen

Nun kommt die gute Nachricht: Eine Fettleber ist bis zu einem sehr fortgeschrittenen Stadium reversibel. Erst im Stadium der sogenannten Leberzirrhose lassen sich nicht mehr alle Schäden rückgängig machen. Denn in diesem Stadium ist das Gewebe der Leber so stark zerstört und vernarbt, dass eine vollständige Regeneration nicht mehr möglich ist.

Wie Du vielleicht schon ahnst, ist Fasten eine sehr gute Methode, Fett in der Leber abzubauen. Und das sogar innerhalb kürzester Zeit. Denn beim Fasten wird das Fett in der Leber zuerst abgebaut. Das ist mengenmäßig nicht viel. Deswegen sieht man schon Verbesserungen im Blutzucker und in den Blutfettwerten, bevor es zu einem nennenswerten Gewichtsverlust kommt.

In einer Studie, in denen die Teilnehmer ein ADF-Protokoll befolgt haben, hat sich bereits nach 8 Wochen die Fettleber signifikant verbessert. Sogar das Lebergewebe, das teilweise schon vernarbt war, erholte sich.​18​

Zusammenfassung: Intervallfasten hilft, Fett in der Leber abzubauen und eine Fettleber zu regenerieren.

6.      Intervallfasten wirkt entzündungshemmend

Eine Entzündung entsteht normalerweise als Reaktion des Immunsystems auf potenzielle Krankheitserreger. Entzündungen können jedoch auch chronisch sein. In diesem Fall laufen kontinuierlich, auch ohne akute Gefahr, Entzündungsreaktionen im Hintergrund ab. Diese chronischen Entzündungen sind mit vielen Krankheiten assoziiert, wie z. B. Krebs, neurodegenerativen Erkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes.​19​

Intervallfasten wirkt entzündungshemmend.

Ursache und Wirkung ist hier nicht immer ganz eindeutig. Die Frage ist also, ob die Entzündungen die Krankheiten auslösen, oder ob Faktoren, die mit den Krankheiten einhergehen, zu den Entzündungen führen.

Bei Diabetes weiß man, dass der hohe Blutzucker Entzündungsreaktionen fördert. Folglich haben Diabetiker schlechte Entzündungswerte, was sich zum Beispiel im CRP– und im TNF-α-Wert widerspiegelt. Diese Entzündungen tragen zu den körperlichen Schäden bei Diabetes bei. Intervallfasten kann beide Entzündungsmarker senken.​20,21​

7.      Verringert oxidativen Stress

Wir alle brauchen Sauerstoff, um zu leben, denn unsere Zellen gewinnen damit Energie. Allerdings ist Sauerstoff auch ein sehr reaktives Molekül, das viel Schaden anrichten kann. Denn es neigt dazu, Radikale zu bilden, die sehr angriffslustig sind und in erheblichem Maße zum Alterungsprozess beitragen. Man spricht von oxidativem Stress.

Nun lässt sich ein gewisses Maß an oxidativem Stress nicht vermeiden und ist auch nicht weiter problematisch. Kritisch wird es jedoch, wenn oxidativer Stress überhandnimmt. Das ist leider bei Diabetes der Fall. Ein entscheidender Faktor, der zum oxidativen Stress beiträgt, ist der erhöhte Blutzucker. Denn Zucker oxidiert sehr leicht.

Beim Intervallfasten wird durch die längere Essenpause oxidativer Stress reduziert. Dies wurde in zahlreichen Studien gezeigt.​2,20,21​

8.      Verbessert Cholesterinwerte

Ein hoher Cholesterinwert wurde bis vor einiger Zeit als schädlich angesehen. Mittlerweile weiß man, dass der Gesamtcholesterinwert wenig aussagekräftig ist und ein hoher Cholesterinwert nicht das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten erhöht.

Auch die Einteilung in sogenanntes „böses“ LDL-Cholesterin und „gutes“ HDL-Cholesterin ist zu stark vereinfacht und wenig hilfreich.

Tatsächlich ist jedoch ein hoher HDL-Wert (> 50 mg/dl) ein Indikator für eine gute Herz- und Gefäßgesundheit. Wichtig ist auch das Verhältnis zwischen HDL und Triglyceriden, die auch als Blutfette bekannt sind (siehe Infobox).

Zahlreiche Studien zeigen, dass beim Intervallfasten der HDL-Cholesterin-Wert steigt.​22–24​

9.      Niedrigere Blutfettwerte

Erhöhte Blutfettwerte, sogenannte Triglyceride, sind ein Merkmal von Diabetes und des metabolischen Syndroms. Beim metatbolischen Syndrom handelt es sich um eine Vorstufe von Diabetes (siehe Infobox). Oftmals wird angenommen, dass ein hoher Fettkonsum die Triglycerid-Werte erhöht. Tatsächlich sinkt dieser Wert jedoch bei einer kohlenhydratarmen und fettreichen Ernährung (Low Carb-High Fat). Ein erhöhter Triglycerid-Wert wird nicht durch zu viel Fett in der Nahrung, sondern durch einen gestörten Fettstoffwechsel verursacht. Gerade dieser verbessert sich bei einer kohlenhydratarmen Ernährung.

Auch Intervallfasten verbessert den Fettstoffwechsel, da diese Art des Essens dafür sorgt, dass wir regelmäßig auf unsere Fettreserven zugreifen. Entsprechend sinken durch Intervallfasten auch die Triglyceride.​10,12,21​

10. Senkt Bluthochdruck

Bluthochdruck ist ein weiteres Symptom des metabolischen Syndroms (siehe Infobox). Ein zu hoher Blutdruck ist ein starker Risikofaktor für Atherosklerose (Gefäßverkalkung) und Herzinfarkt. Denn durch den hohen Druck werden die Blutgefäße geschädigt.

Obwohl Bluthochdruck sehr weit verbreitet ist, ist die Ursache nicht gut verstanden. Man weiß allerdings, dass er sehr eng mit Übergewicht und Diabetes assoziiert ist. Falls Du unter Bluthochdruck leidest, sinkt er, sobald Du etwas Gewicht verlierst.

Intervallfasten senkt Bluthochdruck

Die meisten Leute verlieren Gewicht, wenn sie mit Intervallfasten anfangen. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass durch Intervallfasten auch der Blutdruck sinkt.​10,14,21​ Interessanterweise senkt Intervallfasten auch den Blutdruck, wenn das Gewicht nicht runtergeht. Das wurde sehr schön in einer Studie gezeigt, in der die Probanden kein Gewicht verlieren sollten. Sobald ein Teilnehmer Gewicht verlor, wurde dem durch eine erhöhte Kalorienzufuhr entgegengewirkt.​2​

Dies demonstriert einmal mehr, dass die positiven Vorteile von Intervallfasten nicht nur auf eine Gewichtsabnahme zurückzuführen sind.

Zusammenfassung: Durch Intervallfasten sinkt unabhängig von der Gewichtsabnahme der Bluthochdruck.

11. Intervallfasten senkt Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Atherosklerose, die sogenannte Gefäßverkalkung ist ein entzündlicher Prozess, bei dem sich oxidierte (durch Sauerstoff geschädigtes) LDL-Partikel in der Gefäßwand ablagern und sogenannte Plaques bilden. Atherosklerose kann im schlimmsten Fall einen Herzinfarkt oder Schlaganfall verursachen. Diese Gefäßveränderungen und deren Folgen werden im Allgemeinen unter dem Begriff Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammengefasst.

Intervallfasten senkt Risikofaktoren für Atherosklerose

Die Entstehung von Atherosklerose ist ein komplexes Zusammenspiel aus mehreren Faktoren. Entzündungsreaktionen spielen eine entscheidende Rolle, aber auch oxidativer Stress und Bluthochdruck. Auch schlechte Blutfettwerte, also erhöhte Triglycerid-Werte und niedriges HDL-Cholesterin tragen zum erhöhten Risiko für Atherosklerose bei.

Diabetespatienten haben ein sehr hohes Risiko für Atherosklerose, und folglich für Herzinfarkt und Schlaganfall. Selbst Vorstufen von Diabetes können bereits zu Gefäßverkalkung führen.

Intervallfasten senkt Risikomarker, die mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert sind.​2,10,20,21​

12. Verbessert Regenrationsprozesse durch Autophagie

Bei Autophagie handelt es sich um einen lebenswichtigen Recyclingprozess. Alte Moleküle werden abgebaut, um daraus neue herzustellen. Dabei wird in der Zelle so richtig aufgeräumt. Du kannst Dir das wie eine Art Frühjahrsputz vorstellen.

Dieser Prozess wird durch die Abwesenheit von Nahrung stimuliert. Denn solange neue Bausteine durch die Nahrung reinkommen, hat die Zelle keine Notwendigkeit, alte zu recyceln. Autophagie hat viele positive Effekte auf den Körper, unter anderem vermindert es schädliche Entzündungsprozesse.​25​

Intervallfasten regt die Autophagie an

Bei Diabetespatienten ist der Prozess der Autophagie gestört. Dies trägt höchstwahrscheinlich zu den körperlichen Schäden bei, die die Krankheit anrichtet. Wissenschaftler vermuten, dass Autophagi beispielsweise vor Nervenschäden (Neuropathie) schützen kann, die bei Diabetes auftreten.​26​ Diese Nervenschäden sind für viele Komplikationen der Erkrankung verantwortlich.

Intervallfasten ist dafür bekannt, die Autophagie anzuregen, und scheint auch Störungen in der Autophagie bei Diabetes beheben zu können. Dies wurde zumindest an diabetischen Mäusen gezeigt.​27,28​ Übrigens regt auch das Diabetesmedikament Metformin die Autophagie an.​29​

Zusammenfassung: Intervallfasten regt Autophagie an; ein Regenerationsprozess, der bei Diabetes gestört ist.

Fazit: Intervallfasten setzt an der Ursache von Diabetes an

Diabetes ist stark mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten assoziiert. Außerdem geht die Erkrankung mit Symptomen des metabolischen Syndroms einher. Dabei handelt es sich um eine Vorstufe von Diabetes, dessen Symptome sich bereits bevor der offiziellen Diabetesdiagnose äußern. Mit fortschreitender Erkrankung nimmt die Ausprägung der Symptome zu.

Intervallfasten verbessert alle Symptome, die mit Diabetes und dem metabolischen Syndrom einhergehen. Außerdem senkt Intervallfasten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die eng mit Diabetes assoziiert sind.

Eine Diabetesbehandlung ist klassischerweise eine Symptombehandlung. Das Hauptmerkmal der Erkrankung ist ein erhöhter Blutzucker. Dieser wird mit blutzuckersenkenden Medikamenten reguliert. Trotzdem schreitet die Krankheit im Laufe der Zeit immer weiter voran, weswegen die Dosis der Medikamente immer weiter erhöht werden muss. Zugleich haben Diabetespatienten trotz guter Blutzuckerkontrolle mittels Medikamente ein hohes Risiko für die mit Diabetes assoziierten Komplikationen.

Dies ist dadurch zu erklären, dass Blutzuckersenkende Medikamente nicht die Ursache der Erkrankung beseitigen. Denn Diabetes Typ 2 ist auf einen chronisch erhöhten Insulinspiegel und damit einhergehender Insulinresistenz zurückzuführen.

Die Tatsache, dass Intervallfasten auf so vielen Ebenen wirkt, ist ein Hinweis darauf, dass diese Essensweise an der Ursache ansetzt. Denn durch die lange Essenspause bleibt der Insulinspiegel den Großteil des Tages niedrig, wodurch Zellen wieder besser auf das Hormon reagieren und der Insulinresistenz entgegengewirkt wird.

Auch die Autophagie, die bei Diabetikern gestört ist und durch Intervallfasten stimuliert wird, hat wahrscheinlich einen positiven Einfluss auf die Erkrankung.

Wenn Du überlegst, mit Intervallfasten anzufangen, um Dein Diabetesrisiko zu senken, empfehle ich Dir meinen Guide für Anfänger. Falls Du bereits Diabetes hast, solltest Du auf jeden Fall mit Deinem Arzt sprechen, bevor Du Deine Ernährungsweise änderst.

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Dr. Sarah Neidler

Dr. Sarah Neidler

Sarah ist promovierte Biologin und Gründerin von Clever essen. Dort zeigt sie ihren Lesern, wie sie mit Intervallfasten ihr Wunschgewicht erreichen und gesundheitliche Probleme in Angriff nehmen können. In ihrer Freizeit kocht und liest sie gerne und macht Yoga.
Getränke beim Intervallfasten
Was kann man beim Intervallfasten trinken?

Intervallfasten ist eigentlich ganz einfach: Du fastest täglich in einem bestimmten Zeitfenster und in der restlichen Zeit kannst Du essen und trinken, was du möchtest. Während der Fastenzeit kannst Du nichts essen, aber wie sieht es mit Getränken aus?

Kalorien zählen
Muss man beim Intervallfasten Kalorien zählen?

Diese Frage stellt eine nicht enden wollende Debatte dar. Während die Einen der Meinung sind, dass man seine Kalorien zählen sollte, damit man innerhalb seiner Essenszeiten ein Kaloriendefizit erreicht, sind die Anderen der Ansicht, dass man durch das kurze Zeitfenster automatisch weniger isst und es nicht nötig sei auf seine Kalorien zu achten.

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